Gemeinsame Module

Zu Beginn des Studiums werden sämtlichen Studierenden gemeinsam in den drei Modulen des Grundlagenbereichs die wesentlichen rechtlichen, ökonomischen sowie politikwissenschaftlichen Aspekte der europäischen Integration vermittelt. Darüber hinaus absolvieren alle Studierenden, unabhängig von dem von ihnen gewählen Schwerpunktbereich, ein mindestens vierwöchiges Pflichtpraktikum und fertigen eine wissenschaftliche Masterarbeit an.


G 1


Die EU als Rechtsgemeinschaft
Dieses Modul behandelt in einem systematischen Gesamtüberblick das Recht der Europäischen Union wie es sich aus den institutionellrechtlichen und materiellrechtlichen Prinzipien und Regelungen der Gründungsverträge und sonstigem geschriebenen und ungeschriebenen Primärrecht der EU, den Rechtshandlungen der Unionsorgane und anderen Akten des Sekundärrechts sowie aus der Rechtsprechung der Gerichte, insbesondere des EuGH, ergibt. Mit einer Exkursion zu den Institutionen der EU in Luxemburg und Brüssel (EuGH, Kommission, Rat der EU, Europäisches Parlament) wird Einblick in die Berufspraxis gewährt.
5 LP

G 2


Die EU als Wirtschaftsgemeinschaft
Inhalt dieses Moduls sind die ökonomischen Vorteile einer Ländergrenzen überschreitenden Arbeitsteilung. Darauf aufbauend wird die europäische Integration in Form des gemeinsamen Binnenmarktes sowie der Wirtschafts- und Währungsunion dahingehend betrachtet, inwieweit sie diese Vorteile erschließt und welche wirtschaftspolitischen Implikationen sie mit sich bringt. Mit einer Exkursion zur Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main wird Einblick in die Berufspraxis gewährt.
5 LP

G3


Die EU als politische Gemeinschaft
Inhalt dieses Moduls sind sowohl die historischen und ideengeschichtlichen Grundlagen als auch die einzelnen Entwicklungsetappen des europäischen Integrationsprozesses von der Phase nach dem II. Weltkrieg bis in die Gegenwart. Es geht zudem um den Aufbau, das Institutionengefüge und theoriegeleitete Interpretationen und Analysekonzepte der Union aus politikwissenschaftlicher Perspektive. Mit einer Exkursion zum Auswärtigen Amt in Berlin sowie einer Exkursion zu den Institutionen der EU in Luxemburg und Brüssel (EuGH, Kommission, Rat der EU, Europäisches Parlament) und anderen Akteuren (Hanse-Office) werden Einblicke in die Berufspraxis gewährt.
5 LP

PM


Praxismodul
Inhalt dieses Moduls ist entweder ein

  • Berufspraktikum bei international ausgerichteten Unternehmen, internationalen Organisationen, den Institutionen insbesondere der Europäischen Union, in politischen Organen, Forschungseinrichtungen oder Rechtsanwaltskanzleien, in dem die Studierenden ihr im Studium erworbenes Wissen und ihre fachlichen Kompetenzen praxisbezogen anwenden können oder
  • die Teilnahme an einem praxisbezogenen Planspiel wie z. B. einem simulierten Gerichtsverfahren („moot court“) oder der Simulation eines Gesetzgebungsprozesses im europäischen Mehrebenensystem, jeweils unter Beteiligung von Praktikern aus den europäischen Institutionen, Verwaltungsbehörden, freien Berufen u. a.

5 LP


MT


Masterarbeit
Die Kandidatin bzw. der Kandidat hat eine Masterarbeit (master thesis) anzufertigen. Das Thema der Masterarbeit soll einen eigenständigen Beitrag zum Lehrstoff des Studienganges ermöglichen.
15 LP

 

Wahlschwerpunkte

In der anschließenden Vertiefungsphase besteht die Möglichkeit des intensiven Studiums in einem der vier zur Wahl gestellten Bereichen. Jeder Wahlschwerpunkt setzt sich aus vier Modulen zusammen. Das Wahlbereichsangebot kann je nach Interesse der Studierenden von Studienjahr zu Studienjahr variieren. Folgende Wahlschwerpunkte stehen zur Auswahl:

  • Die EU als politischer Akteur
  • Außenbeziehungen der EU
  • Unternehmen als wirtschaftliche Akteure
  • Recht der EU

Die EU als politischer Akteur

I. Überblick

Der Wahlschwerpunkt A „Die EU als politischer Akteur“ thematisiert die Union aus der klassischen Warte der politischen Organisation (Institutionen, Entscheidungsverfahren, Politiken, Legitimationsgrundlagen, Effektivitätsbedingungen, u. a.). Adressaten dieses Lehrangebots sind vor allem künftige Beamte nationaler und internationaler Behörden und Ministerien, aber auch künftige Verbandsvertreter, Politikberater und im Lobbying tätige Personen, die in umfassender Weise vertiefte Kenntnisse über das politische System der EU erwerben wollen.

II. Module

S 1


Europäisches Verfassungsrecht und Verfassungspolitik
Inhalt dieses Moduls sind die verfassungsrechtlichen Grundlagen der EU und des europäischen Integrationsprozesses in Gestalt der organisationsrechtlichen Prinzipien und Regelungen (Integration und Subsidiarität, Verhältnis Unionsrecht/nationales Recht, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Organe, Rechtsetzung und Vollzug des Unionsrechts, Rechtsschutz) und der menschenrechtlichen Garantien im Mehrebenensystem des europäischen Verfassungsraums und die hierauf bezogenen politischen Entscheidungsprozesse und Entwicklungen unter Berücksichtigung der verfassungs- und menschenrechtspolitischen Genese und aktuellen Ausgestaltung. Mit einer Exkursion zum Europarat und dem EGMR wird Einblick in die Berufspraxis gewährt.
7 LP

S 2


Die EU im Standortwettbewerb und in der Globalisierung
Inhalte dieses Moduls sind die Darstellung und Analyse der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, unter denen die EU als politischer Akteur in Erscheinung tritt. Ferner werden die (wirtschafts-)politischen Handlungsoptionen behandelt, die für die EU gegenüber anderen Wirtschaftsräumen sowie im Inneren bestehen, um sich erfolgreich im Standortwettbewerb zu behaupten und den Wohlstand ihrer Bürger zu steigern. Die Inhalte werden sowohl aus wirtschaftswissenschaftlicher als auch aus politikwissenschaftlicher Sicht dargestellt.
4 LP

S3


European Governance
Inhalt dieses Moduls sind die Grundsätze und spezifischen Formen, Instrumente und Inhalte des Regierens im Mehrebenensystem der EU, für welches sich der Begriff „European Governance“ etabliert hat. Diese ist durch ein arbeitsteiliges Zusammenwirken europäischer, nationaler und sub-nationaler Akteure sowie entsprechende Normsetzungs- und Regelungsprozesse auf und zwischen den unterschiedlichen Ebenen im Spannungsfeld von hoheitlicher Rechtsetzung und privater Selbstregulierung sowie von Rahmen- und Detailregelung gekennzeichnet. Die sich daraus ergebenen Besonderheiten der Governance in Europa einschließlich ihrer verfassungsrechtlichen Grundlagen (partizipative Demokratie, Subsidiarität, Transparenz) werden anhand ausgewählter interner Politikfelder der EU (Agrarpolitik, Migrationspolitik, Sozialpolitik, Umweltpolitik) inhaltlich illustriert und anhand zu erarbeitender Theorie- und Analysekonzepte untersucht und verständlich gemacht. Hierbei wird auf historische Entwicklungen, wie auch auf aktuelle Reformdiskussionen eingegangen und mit „Praktikern“ aus dem jeweiligen Politikfeld diskutiert und vertieft.
7 LP

S 4


Außenwirtschafts- und Erweiterungspolitik der EU
Inhalt dieses Moduls sind die Beziehungen der EU zu europäischen und außereuropäischen Drittstaaten und Wirtschaftsräumen in Form der Handels- und Assoziierungspolitik unter Einschluss der Nachbarschaftspolitik und deren Interdependenzen. Hierbei wird vor allem auch das andauernde Spannungsfeld von Vertiefung und Erweiterung im Rahmen der europäischen Integration thematisiert. Durch die Einbeziehung von Berufspraktikern zu modulrelevanten aktuellen Themen wird der Praxisbezug hergestellt.
7 LP

Modulhandbuch EU als Politischer Akteur


Außenbeziehungen der EU

I. Überblick

Der Wahlschwerpunkt B „Außenbeziehungen der EU“ erklärt sich mit der gewachsenen und immer weiter zunehmenden Bedeutung der wirtschaftlichen und politischen Außenbeziehungen der EU, inbegriffen ihre sicherheits- und verteidigungspolitischen Dimensionen und Komponenten. Der europäische Integrationsprozess mit seinem Gravitationskern EU ist zunehmend vor dem Hintergrund des globalen Wettbewerbs, weltweiter Herausforderungen und Verantwortungszusammenhänge und der Identitätssicherung Europas in der Welt zu sehen und zu verstehen. In diesen Zusammenhängen sind die EU, ihre Mitgliedstaaten und ihre privaten wirtschaftlichen Akteure in ein kaum noch überschaubares Geflecht internationaler und transnationaler Vereinbarungen und Regelwerke eingebunden. Sie bieten ein breites Tätigkeitsfeld für entsprechend qualifizierte Akademiker. Adressaten dieses Lehrangebots sind künftige Außenwirtschaftsexperten, Beamte internationaler Organisationen, mit Wirtschaftsdiplomatie befasste Ministerialbeamte, aber auch in den europäischen und globalen Sicherheitsinstitutionen tätige Personen.

II. Module

S 2


Die EU im Standortwettbewerb und in der Globalisierung
Inhalte dieses Moduls sind die Darstellung und Analyse der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, unter denen die EU als politischer Akteur in Erscheinung tritt. Ferner werden die (wirtschafts-)politischen Handlungsoptionen behandelt, die für die EU gegenüber anderen Wirtschaftsräumen sowie im Inneren bestehen, um sich erfolgreich im Standortwettbewerb zu behaupten und den Wohlstand ihrer Bürger zu steigern. Die Inhalte werden sowohl aus wirtschaftswissenschaftlicher als auch aus politikwissenschaftlicher Sicht dargestellt.
4 LP

S 5


Völkerrecht, internationale Organisationen und politische Außenbeziehungen der EU
Inhalt dieses Moduls sind die Grundlagen des allgemeinen Völkerrechts und des Rechts der internationalen Organisationen als Rahmenbedingungen und Instrumentarium der Außenbeziehungen der EU, deren Grundzüge sowie im Besonderen die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik/Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU (GASP/GSVP). Durch die Einbeziehung von Berufspraktikern zu modulrelevanten aktuellen Fragestellungen wird der Praxisbezug hergestellt.
6 LP

S 6


Außenwirtschafts-, Entwicklungs- und Erweiterungspolitik der EU
Inhalt dieses Moduls sind die Beziehungen der EU zu europäischen und außereuropäischen Drittstaaten und Wirtschaftsräumen in Form der Handels-, Assoziierungs- und Entwicklungspolitik unter Einschluss der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik und deren Interdependenzen bzw. Synergieeffekte. Durch aktuelle und anwendungsorientierte Fragen wird ein hoher Praxisbezug hergestellt.
9 LP

S 7


Die EU in der Welthandelsordnung (GATT/WTO)
Inhalt dieses Moduls sind Ausgestaltung und Funktionsweise des rechtlichen Rahmens für internationale Wirtschaftsbeziehungen (GATT und WTO) sowie dessen ökonomische Rationalität. Ferner werden juristische und ökonomische Probleme einer Weiterentwicklung der Welthandelsordnung behandelt, insbesondere unter dem Aspekt, wie die EU auf diese Entwicklung Einfluss nehmen kann und sollte.
6 LP

Modulhandbuch Außenbeziehungen der EU


Unternehmen als wirtschaftliche Akteure

I. Überblick

Der Wahlschwerpunkt C „Unternehmen als wirtschaftliche Akteure“ nimmt die EU, ihre internen und weltweiten Interaktionen gezielt aus der Perspektive der Unternehmen als den wichtigsten Wirtschaftsakteuren in den Blick. Der Binnenmarkt ist das zentrale Instrument der Verfolgung der wirtschaftlichen, politischen und sonstigen Ziele der EU. In diesem Rahmen kommt dem Agieren der Unternehmen auf europäischer und globaler Ebene eine Schlüsselrolle zu, die sich auf alle Bereiche wirtschaftlicher Tätigkeiten und deren Regulierung erstreckt. Die vertiefte Ausbildung in diesem Schwerpunktbereich erstreckt sich vom Gesellschaftsrecht und der Unternehmensorganisation über das Wettbewerbsrecht und die Wettbewerbspolitik bis zum Arbeits- und Sozialrecht, dem Recht des geistigen Eigentums und den verschieden steuerlichen Aspekten unternehmerischen Handelns. Adressaten dieses Lehrangebots sind künftige Wirtschaftsjuristen und Syndikusanwälte, Unternehmensberater, Beamte von Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden u. a.

II. Module

S 8


Rechtliche und ökonomische Aspekte des Wettbewerbsrechts und der Wettbewerbspolitik und des Schutzes Geistigen Eigentums
Inhalt dieses Moduls ist das Wettbewerbsrecht und die Wettbewerbspolitik, das Spannungsverhältnis der durch die Rechtsordnung Unternehmen eingeräumten Ausschließlichkeitsrechte in Bezug auf gewerbliche Schutzrechte und Urheberrechte von Unternehmen zum gemeinschaftlichen System des unverfälschten Wettbewerbs als Grundlage des Binnenmarkts in der EU. Es wird neben rechtlichen Grundlagen des Geistigen Eigentums auch auf die ökonomische Rechtfertigung dieser Ausschließlichkeitsrechte eingegangen. Mit einer Exkursion, z. B. zu mit der Kontrolle staatlicher Beihilfen befasste Stellen, wird Einblick in die Berufspraxis gewährt.
7 LP

S 9


Rechtliche und ökonomische Aspekte der Unternehmensorganisation
Inhalt dieses Moduls bilden die für die Organisation und die Tätigkeiten von Unternehmen relevanten Aspekte der Betriebswirtschaft, der Institutionenökonomik und der Besteuerung. Es werden die Wechselwirkungen dieser Aspekte untereinander sowie ihre Auswirkungen auf das Verhalten der maßgeblich an der Verwirklichung des Binnenmarkts für Gesellschaften beteiligten Akteure (EU, Mitgliedstaaten, Unternehmen) behandelt.
4 LP

S10


Rechtliche und ökonomische Aspekte grenzüberschreitender Kapitalmärkte und Unternehmensaktivitäten
Inhalt dieses Moduls sind die vielfältigen Ausprägungen der Finanzierung von Unternehmen sowie der unternehmerischen Aktivitäten im europäischen und internationalen Zusammenhang. Dabei werden die wirtschaftliche Bedeutung und die wesentlichen Regelungsstrukturen der europäischen und internationalen Kapitalmärkte ebenso beleuchtet wie die ökonomischen Motive und rechtlichen Aspekte grenzüberschreitender Tätigkeiten von Unternehmen.
7 LP

S 11


Europäisches und internationales Gesellschaftsrecht & Rechtliche und ökonomische Aspekte der Arbeitsbeziehungen
Inhalt dieses Moduls sind die gesellschaftsrechtlichen Aspekte der Organisation von Unternehmen. Es geht um eine umfassende Erörterung des Unionsrechts basierend auf einem Rechtsvergleich der nationalen Gesellschaftsrechtsordnungen. Ebenfalls Inhalt dieses Moduls sind die arbeits- und sozialrechtlichen Regelungen, die für Stellung der Arbeitnehmer im Binnenmarkt und für das Verhalten von Unternehmen gegenüber den Arbeitnehmern bestimmend sind. Durch Einbindung von Berufspraktikern zu aktuellen modulrelevanten Fragestellungen wird der Praxisbezug hergestellt.
7 LP

Modulhandbuch Unternehmen als wirtschaftliche Akteure


Recht der EU

I. Überblick

Der Wahlschwerpunkt D „Recht der EU“ erklärt sich mit der ungebrochenen Bedeutung des Unionsrechts als Medium/Form („Die Gemeinschaft als Rechtsgemeinschaft“) und als Instrument der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Integration (Integrationsrecht). Der Bedarf und die große Nachfrage nach vertiefter Ausbildung in den rechtlichen Grundlagen der Europäischen Union als neuem Typus politischer und marktwirtschaftlicher Organisation und in den wichtigsten Feldern des sich dynamisch fortentwickelnden Unionsrechts sind unabweisbar. Im Integrationsprozess wird mit den Mitteln des Rechts gehandelt und interagiert, auch wo es im Kern um hochpolitische Fragen geht. Entsprechend erstreckt sich die Ausbildung in diesem Schwerpunktbereich von den konstitutionellen und völkerrechtlichen Grundlagen über die zentralen Bereiche des Binnenmarktrechts und des Menschenrechtsschutzes bis zum Recht der wirtschaftlichen und politischen Außenbeziehungen der EU. Adressaten dieses Lehrangebots sind Juristinnen und Juristen, die im öffentlichen Sektor (Behörden, Ministerien, Organe der EU) oder im privaten Sektor (Unternehmen, Anwaltskanzleien, Wirtschaftsberater) in Fragen des Unionsrecht und des internationalen Rechts tätig sein wollen.

II. Module

S 1


Europäisches Verfassungsrecht und Verfassungspolitik
Inhalt dieses Moduls sind die verfassungsrechtlichen Grundlagen der EU und des europäischen Integrationsprozesses in Gestalt der organisationsrechtlichen Prinzipien und Regelungen (Integration und Subsidiarität, Verhältnis Unionsrecht/nationales Recht, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Organe, Rechtsetzung und Vollzug des Unionsrechts, Rechtsschutz) und der menschenrechtlichen Garantien im Mehrebenensystem des europäischen Verfassungsraums und die hierauf bezogenen politischen Entscheidungsprozesse und Entwicklungen unter Berücksichtigung der verfassungs- und menschenrechtspolitischen Genese und aktuellen Ausgestaltung. Mit einer Exkursion zum Europarat und dem EGMR wird Einblick in die Berufspraxis gewährt.
7 LP

S11


Europäisches und internationales Gesellschaftsrecht & Rechtliche und ökonomische Aspekte der Arbeitsbeziehungen
Inhalt dieses Moduls sind die gesellschaftsrechtlichen Aspekte der Organisation von Unternehmen. Es geht um eine umfassende Erörterung des Unionsrechts basierend auf einem Rechtsvergleich der nationalen Gesellschaftsrechtsordnungen. Ebenfalls Inhalt dieses Moduls sind die arbeits- und sozialrechtlichen Regelungen, die für Stellung der Arbeitnehmer im Binnenmarkt und für das Verhalten von Unternehmen gegenüber den Arbeitnehmern bestimmend sind. Durch Einbindung von Berufspraktikern zu aktuellen modulrelevanten Fragestellungen wird der Praxisbezug hergestellt.
7 LP

S 12


Rechtliche und ökonomische Aspekte des Wettbewerbsrechts und der Wettbewerbspolitik
Inhalt dieses Moduls sind die Rahmenbedingungen, unter denen Unternehmen grenzüberschreitend auf den jeweils relevanten Märkten agieren. Es geht dabei zum einem um die Erörterung der wettbewerbstheoretischen und -politischen Grundlagen des gemeinschaftlichen Systems „unverfälschten Wettbewerbs“ als Grundlage des Binnenmarkts, zum anderen um die unterschiedlichen Ausprägungen von Wettbewerbsbeschränkungen und deren rechtliche Verbote. Mit einer Exkursion, z. B. zu mit der Kontrolle staatlicher Beihilfen befasste Stellen, wird Einblick in die Berufspraxis gewährt.
4 LP

S 13


Recht der Außenbeziehungen der EU
Inhalt dieses Moduls sind die Grundlagen des allgemeinen Völkerrechts und des Rechts der internationalen Organisationen als Rahmenbedingungen und Instrumentarium der Außenbeziehungen der EU, deren Grundzüge sowie im Besonderen die rechtlichen Aspekte der Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik/Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU (GASP/GSVP).
Die Ausgestaltung und Funktionsweise des rechtlichen Rahmens für internationale Wirtschaftsbeziehungen (GATT und WTO) sowie die juristischen Probleme einer Weiterentwicklung der Welthandelsordnung werden ebenfalls behandelt, insbesondere unter dem Aspekt wie die EU auf diese Entwicklung Einfluss nehmen kann und sollte.
Ferner werden die Beziehungen der EU zu europäischen und außereuropäischen Drittstaaten und Wirtschaftsräumen in Form der Handels- und Assoziierungspolitik unter Einschluss der Nachbarschaftspolitik und deren Interdependenzen thematisiert.
Durch die Einbeziehung von Berufspraktikern zu modulrelevanten aktuellen Fragestellungen wird der Praxisbezug hergestellt.
7 LP

Modulhandbuch Recht der EU