Die Vollendung des europäischen Binnenmarktes ist eine Herausforderung für die nationalen Infrastruktur-Monopole. Wirtschaftsgebiete, die traditionell als nationalstaatliche Aufgaben verstanden wurden, werden dem gesamteuropäischen Wettbewerb geöffnet. Die Fortsetzung der staatlichen Förderung ist nun eine Verfälschung des Wettbewerbs im Gemeinsamen Markt. Gleichzeitig verschärft sich das Problem der Aufgabenteilung zwischen Staat und Privatsektor in der EU durch den Beitritt der neuen Mitgliedländer, die ganz unterschiedliche Privatisierungsgrade ihrer Volkswirtschaften aufweisen.

Als Ergebnis der Integrationsprozesse ist eine neue Struktur zwischen öffentlichen, privaten-regulierten und privaten Unternehmen zu erwarten, welche die Aufgabe der Wettbewerbspolitik noch schwieriger werden läßt.
Dieser Thematik wurde die 9. Tagung der »Wolfsburger Gespräche 2000« gewidmet, die in Zusammenarbeit des Europa-Kollegs Hamburg, des Instituts für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig und der International Partnership (I.P.I. e.V.) in Wolfsburg veranstaltet worden ist.

Die weiterhin aktuellen Ergebnisse liegen nun mit diesem Sammelband allen interessierten Lesern vor.

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