Studiengebühren & Finanzierung

I. Studiengebühren

Die Studiengebühren betragen 15.000,- EUR zzgl. der Immatrikulationsgebühren (Semesterbeitrag inkl. Verwaltungskostenbeitrag gemäß der Beitragsordnung der Studierendenschaft der Universität Hamburg in der z.Zt. gültigen Fassung) der Universität Hamburg für vier Semester. Die Studiengebühren sind in fünf Raten zu begleichen. Die erste Rate in Höhe von 5.000 EUR ist nach der verbindlichen Annahme des angebotenen Studienplatzes zu begleichen. Die übrigen vier Raten in Höhe von jeweils 2.500 EUR sind zu Beginn des jeweiligen Semesters – also zum  1. April und zum 1. Oktober – zu entrichten.

Die Studien- und Immatrikulationsgebühren beinhalten für die gesamte Studienzeit von vier Semestern:
• die Teilnahme an allen Präsenzveranstaltungen und Prüfungen,
• alle Lehrmaterialien,
• den Zugang zur Zentralbibliothek Recht und zur Staatsbibliothek,
• Getränke und Imbisse in den Kaffeepausen,
• die Semestertickets für den Gesamtbereich des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg.

Gebührensatzung_LL.M._EuWiR

II. Finanzierung

Ein gebührenpflichtiges Studium zieht immer eine finanzielle Belastung nach sich. Allerdings bestehen – auch für ältere Studierende (> 30 Jahre) – zahlreiche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, die finanzielle Hemmnisse überwinden helfen und ihnen so die Möglichkeit eröffnen, sich fachlich weiterzuqualifizieren und neue berufliche Chancen zu ergreifen.
Von den zahlreichen Möglichkeiten seien an dieser Stelle fünf Angebote herausgegriffen, die sich aus unserer Sicht besonders für die vollständige oder teilweise Finanzierung eines berufsbegleitenden Zweitstudiums eignen.

1. KfW-Studienkredit
Der Studienkredit der KfW-Bank richtet sich seit 2013 ausdrücklich auch an Studierende eines berufsbegleitenden Studienganges. Eine Finanzierung ist hiernach ohne Sicherheiten und unabhängig vom Einkommen zu einem geringen Zinssatz möglich. Die flexiblen monatlichen Auszahlungsbeträge können einen Großteil der Finanzierungslast abfangen. Eine weitere Besonderheit gegenüber den meisten anderen Studienkrediten ist ferner, dass Kreditnehmer bis zu einem Alter von 44 Jahren gefördert werden können.
Weitere Informationen zu diesem Angebot erhalten sie auf dem Internetauftritt der KfW-Bank.

2. Studienkredite von Privatbanken, Sparkassen und privaten Kreditgebern
Viele Banken bieten mittlerweile Studienkredite an, die sich ebenfalls durch vergleichsweise niedrige Zinssätze und eine gesteigerte Flexibilität im Rahmen der Rückzahlung auszeichnen. Daneben werden sog. Bildungsfonds angeboten, die zumeist eine prozentual am Brutto-Einkommen orientierte Rückzahlung vorsehen. In Zeiten von Arbeitslosigkeit ist oftmals eine vollständige Aussetzung der Darlehensrückzahlung möglich.

3. Bildungsprämie
Außerdem hat die Bundesregierung im April 2008 mehrere Maßnahmen ergriffen, um das lebenslange Lernen und die Bereitschaft zur Weiterbildung zu fördern und zu erleichtern. So können seit Dezember 2008 Prämiengutscheine im Rahmen der sog. Weiterbildungsprämie bei zugelassenen Beratungsstellen beantragt werden. Der Staat zahlt gegebenenfalls 50 % der Kosten aller berufsbezogenen Weiterbildungen, höchstens jedoch 500 EUR. Antragsberechtigt sind Angestellte und Selbständige, die mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten und deren Jahresbruttogehalt einen bestimmten Betrag nicht überschreitet. Die aktuell laufende zweite Förderphase wurde zuletzt bis zum 30. Juni 2014 verlängert.

4. Aufstiegsstipendium
Für berufserfahrene Studieninteressierte, die noch keinen akademischen Hochschulabschluss vorweisen können und die Eingangsprüfung für die Zulassung zum LL.M. Europäisches Wirtschaftsrecht erfolgreich bestehen, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich um ein Aufstiegsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) zu bewerben.

5. Weiterbildungsbonus
Mit dem Weiterbildungsbonus werden Weiterbildungskosten von sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern von kleinen bis mittleren Hamburger Unternehmen in der Regel mit 50% gefördert, in Einzelfällen ist eine Förderung von 100% möglich (max. 1.500 € / Person pro Jahr).
Weitere Informationen zu diesem Angebot erhalten sie auf dem Internetauftritt der zwei P PLAN:PERSONAL GmbH.

III. Steuerrechtliche Aspekte der Weiterbildung

Studiengebühren eines berufsbegleitenden Studiums sind grundsätzlich in dem Jahr, in dem sie angefallen sind, als Werbungskosten von den Einnahmen der laufenden Berufstätigkeit steuerlich abzugsfähig. Selbstständige können die Ausgaben als Betriebsausgaben geltend machen. Zusätzliche Aufwendungen wie bspw. Kosten für Fachliteratur, Verpflegung, Reise- und eventuell auch Übernachtungskosten sind in der Regel ebenfalls in voller Höhe steuerlich absetzbar.
Für weitere Informationen steht Ihnen unser Koordinationsteam gern zur Verfügung.